Oberacherner Kelten

Die Narrenzunft Oberachern entschied sich dafür, ihr neues Häs einer kriegerischen Keltenfigur nachzuempfinden.

Der damalige Oberzunftmeister Rudi Zimmermann schuf eine Holzmaske mit gebleckten Zähnen, wilden Haaren und auffallendem Bartschmuck.

Die selbst angefertigten Schwerter sind aus Holz. Durchnummeriert sind sie immer ihrem Träger zuzuordnen.

Das Häs wurde mit karierten Stoffen in Naturfarben gefertigt. Das erinnert daran, dass die Kelten bereits vor anderen Kulturen die Verarbeitung von Metall und das Weben von Stoffen beherrschten.

Die keltische Vergangenheit

2004 gründete die Narrenzunft Oberachern eine weitere Gruppe, um neue Mitglieder zu gewinnen und so dem Vereinsleben Auftrieb zu geben.

Der Plan ging auf, denn es fanden sich schnell rund zwanzig neue und alte Vereinsmitglieder, die sich den Kelten anschlossen.

Dass die Ortenau und auch der Acherner Raum eine keltische Vergangenheit haben, wurde vorher bereits vom Heimat- und Verschönerungsverein Oberachern aufgegriffen, der in Oberachern einen Keltischen Baumpfad anlegte. Woher diese Kelten damals genau kamen, ist bis heute ungeklärt.

Erwiesen ist keltische Bevölkerung in Gebieten am Oberrhein bereits im 8. Jahrhundert vor Christus.

Kennern der heimatlichen Fastnachtslandschaft ist die Keltengruppe jedoch bereits wohlbekannt. Sie rundet das Erscheinungsbild des Vereins nicht nur bei Umzügen ab und beweist, dass die Koexistenz zweier Häsgruppen „unter einem Dach“ prächtig funktionieren kann.